Forschungsprogramme & Gruppen

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Die Krebsforschung ist ein wichtiger strategischer Profilbereich der Universität Zürich (UZH) und des Universitätsspitals Zürich (USZ). Durch den verstärkten Ausbau von wissenschaftlichen und klinischen Programmen in den Bereichen Krebsforschung- und Medizin soll am Standort Zürich ein Exzellenzzentrum für patientennahe Krebsforschung aufgebaut werden. Dazu haben die UZH und das USZ kürzlich das Comprehensive Cancer Center Zürich (CCC Zürich) gegründet, das innovative Patientenversorgung und Krebsforschung sowie die exzellente Ausbildung von Ärzten und Wissenschaftlern vereint.

Am CCC Zürich werden die Krebsforschungsaktivitäten der UZH, des USZ, des Universitäts-Kinderspitals, der Universitätsklinik Balgrist und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich  (ETH) im Krebsforschungszentrum (Cancer Research Center (CRC)) gebündelt. Interdisziplinäre Forschungsprogramme für Tumorimmunologie, (Epi)Genetik und Genomik, Onkogene Signalwege sowie Bildgebung und Technologieentwicklung verfolgen das Ziel, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schnell in die klinische Anwendung zu übertragen und die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern.

Mediziner und Wissenschaftler aus rund 50 klinische Abteilungen und Forschungsgruppen der UZH, des USZ, des Universitäts-Kinderspitals, der Universitätsklinik Balgrist und der ETH arbeiten in diesen Programmen gemeinsam daran, die molekularen und zellulären Mechanismen von Krebs besser zu verstehen, präklinische Krankheitsmodelle und innovative Technologien zu etablieren und neuartige Therapieansätze zu entwickeln.

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TUMORIMMUNOLOGIE

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Studien zeigen, dass das Immunsystem die Entstehung und Entwicklung von Krebs beeinflussen kann. In vielen Fällen versagt jedoch das Immunsystem Tumore und ihre Metastasen zu bekämpfen. In manchen Fällen schafft es sogar eine Nische, die es Krebszellen ermöglicht, sich zu einem Tumor zu entwickeln, der "gelernt" hat, dem Immunsystem auszuweichen. Trotz dieser Herausforderungen, ist die Nutzung und Manipulation des Immunsystems zur Bekämpfung von Krebs eine vielversprechende therapeutische Option. Ziel des Tumorimmunologie-Programms ist es durch gemeinsame Projekte von Ärzten und Wissenschaftlern das Verständnis über die Wechselwirkungen zwischen Tumor und Immunsystem zu verbessern und neue therapeutische Strategien zu entwickeln.

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EPIGENETIK, GENETIK UND GENOMIK

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Viele der Eigenschaften von Krebszellen, wie zum Beispiel bösartiges Wachstum, Vermeidung des Zelltods und die Fähigkeit zu metastasieren, werden durch die Veränderungen des Erbguts beeinflusst. Diese Veränderungen können genetischen Ursprungs sein und den Code unserer Gene direkt betreffen, oder epigenetischen Ursprungs, bei dem Moleküle an die Erbinformation geheftet werden, ohne dass die dort gespeicherte Information verändert wird. Interdisziplinäre Forschungsgruppen des Epigenetik, Genetik und Genomik-Programms erforschen das Zusammenspiel von genetischen und epigenetischen Veränderungen mit dem Ziel, die Entwicklung neuer zielgerichteter therapeutischer Strategien zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms ist die Tumorgenomik, das heisst die Analyse und Aufschlüsselung des gesamten Tumorerbguts.

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ONKOGENE SIGNALWEGE

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Die Signale zwischen Zellen und Signalübertragungswege in Zellen sind häufig in menschlichen Krebsarten dereguliert und tragen als solche zu unkontrolliertem Wachstum und Metastasierung bei. Im Programm Onkogene Signalwege arbeiten Entwicklungsbiologen, die onkologische Signalwege während der normalen Entwicklung von Tieren untersuchen, mit klinischen Wissenschaftlern, die dieselben Wege in menschlichen Tumorzellen untersuchen, zusammen, um von den gemeinsamen Forschungsergebnissen zu profitieren. Ziel ist es, die Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegen Krebsmedikamente besser zu verstehen und die Wirkung von Krebstherapien auf molekularer Ebene vorhersagen zu können.

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BILDGEBUNG UND TECHNOLOGIE-ENTWICKLUNG

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Das Programms für Bildgebung und Technologieentwicklung verfolgt das Ziel, personalisierte Diagnose- und Behandlungsverfahren für Krebs zu entwickeln. Neuartige bildgebende Verfahren, wie innovative MRT-Sequenzen, zielgerichtete PET-Tracer für die PET-Bildgebung und insbesondere Radiomics - die quantitative Analyse großer Mengen von Bildgebungsdaten - ermöglichen eine präzisere und tiefere Charakterisierung von Krebs. Molekulare Hochdurchsatz-Methoden wie zum Beispiel Sequenzierung, Epigenetik, Proteomik, Metabolomik und Bildgebung sind bereits jetzt für die molekulare Diagnostik, Patientenstratifizierung und Überwachung des Krankheitsverlaufs unverzichtbar. Für die Auswertung und Nutzung dieser heterogenen Hochdurchsatz- und klinischen Daten sind darüber hinaus die Entwicklung moderner Bioinformatik- und Informationstechnologien von zentraler Bedeutung.

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